Kaum waren die Neujahrsfeiertage vorbei, da erließ das Institut ein gewichtiges Dokument.
Ab dem 1. Januar 2026 müssen bei der Prüfung der Bauzeichnungen BIM-Modelle vorgelegt werden.
Obwohl BIM schon seit so vielen Jahren gefördert wird, war es bislang immer nur ein Kür-Zusatz, niemals eine Pflicht bei der Zeichnungsprüfung. Dieses Dokument aber hat BIM nun endgültig auf den Spieltisch gebracht.
Und zwar nicht als Alibi-Arbeit, bei der man kurz durch das Modell klickt, sondern mit der Anforderung „konforme Planungstiefe und Datengenauigkeit“. Solche BIM-Modelle können ihr Dasein als reine Anschauobjekte wohl abstreifen und wirklich zu einem wichtigen Werkzeug werden, das Planung und Bauausführung leitet.
Das dürfte ein wichtiger Meilenstein der Industrialisierung und digitalen Transformation der Baubranche sein — eine regelrecht wegweisende Reform. Wer BIM weiterhin ignoriert, kommt nicht einmal mehr durch die Zeichnungsprüfung.
Noch gewichtiger ist das folgende offizielle Rundschreiben —
Dieses gemeinsame Rundschreiben der Provinzbehörde für Wohnungswesen und Stadt-Land-Entwicklung, des Provinzamts für Wissenschaft und Technologie, des Provinzverkehrsamts und des Provinz-Big-Data-Amts formuliert die Entwicklungsstrategie für KI und BIM in aller Deutlichkeit.
Es verlangt ausdrücklich, ab Ende 2025 die KI-gestützte Planung zu fördern und zugleich in allen Planungsphasen konforme BIM-Modelle einzureichen.
Bis Ende 2030 soll KI die gesamte Planungskette antreiben, BIM im gesamten Prozess großer Bauprojekte angewandt und „ein Modell bis zum Schluss“ verwirklicht werden, um den Aufbau von CIM zu stützen.
Das dürfte der „Fünfjahresplan“ der Baubranche sein — die Transformation und Weiterentwicklung der gesamten Branche wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in diesen fünf Jahren vollziehen.
In das träge Sardinenbecken der Planungsinstitute wurden endlich zwei Welse namens KI und BIM gesetzt. Man kann sich vorstellen: In den nächsten Jahren darf sich das CAD, das die Planungsinstitute fast dreißig Jahre lang genutzt haben, in die zweite Reihe zurückziehen — an seine Stelle treten KI-gestützte Planungssoftware aller Art und BIM-Tools. Und auf der Baustellenseite dürfte der Weg zur „Smart Site“ ein gutes Stück vorangehen.
Das ist die Evolution von der „2D-Zeichnung“ zum „3D-Modell“.
Unwillkürlich muss ich an die dreidimensionalen Gebäudemodelle denken, die in Science-Fiction-Filmen mit einer Handbewegung erscheinen — etwa der Stark Tower von Iron Man, der sich auf einem kleinen Schreibtisch vollständig beobachten und steuern lässt. Das ist wohl die ultimative Form von Planung, Bauausführung und Betrieb und Instandhaltung?
Kurzum: Ein neuer Sturm ist aufgezogen — ermutigen wir uns gegenseitig, liebe Kolleginnen und Kollegen.
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