Hinweise zur Bauausführung im Fertigteilbau
WeChat-Sync · Xiaowei · 2023-10-26
Der folgende Artikel stammt aus: Douding Shigong
01 Eingangsabnahme der Fertigteile
1) Nach der Anlieferung sind alle Bauteile entsprechend der Norm Stück für Stück abzunehmen, einschließlich Oberflächenqualität, geometrischer Abmessungen, einbetonierter Teile und vorgesehener Öffnungen; nicht konforme Bauteile sind entsprechend zu behandeln.
2) Bei allen Fertigteilen ohne Hebeösen ist der Hersteller zu verpflichten, die Anschlagpunkte rot zu markieren; nach der Anlieferung ist zu prüfen, ob die Anschlagpunkte markiert sind.


02 Hebe- und Montageverfahren für Fertigteile
1) Sieht die Planung keine besonderen Anforderungen vor, sind PC-Bauteile mit einer Stahl-Traverse zu heben (siehe Abbildung).
2) Das Anschlagen erfolgt ausschließlich an den planmäßig festgelegten Anschlagpunkten; die planmäßigen Anschlagpunkte dürfen weder verändert noch ausgelassen werden.

03 Positionierungsmaßnahmen für die Anschlussbewehrung vertikaler Fertigteilwände
1) Mit der aus Bewehrungsstahl geschweißten Doppel-F-Positionierklammer (siehe rechtes Bild) sind die vertikalen Anschlussstäbe zu überprüfen und zu richten, damit die Fertigteilwand problemlos auf die Anschlussstäbe aufgesetzt und ausgerichtet werden kann.
2) Vor dem Ansteifen des Betons sind die Doppel-F-Positionierklammern anzubringen und die Lage der vertikalen Bewehrungsstäbe erneut zu prüfen.
3) Vor dem Einbau der vertikalen Bauteile ist eine zweite Kontrolle durchzuführen; versetzte Stäbe sind nach den Normvorgaben auszurichten. Das Durchtrennen von Bewehrungsstäben ist strengstens untersagt.

04 Übergangs-Anschlussbewehrung zwischen Ortbeton- und Fertigteilschicht
1) Es ist zu prüfen, ob Durchmesser und Ausführung der vertikalen Längsbewehrung der Ortbetonwand mit der herausragenden Längs-Anschlussbewehrung übereinstimmen; bei Übereinstimmung ist die in Abbildung 1 dargestellte vorbereitete Anschlussbewehrung zu verwenden, andernfalls die in Abbildung 2 dargestellte einzubetonierende Anschlussbewehrung.
2) Die Position der herausragenden Längs-Anschlussstäbe muss mit der Lage der Muffen in der Fertigteilwandplatte übereinstimmen.
3) Die einzubetonierenden Bewehrungsstäbe sind exakt zu positionieren; die Lage ist gemäß den Anforderungen in Punkt 6 zu prüfen.

05 Verguss der vertikalen Wandanschlüsse (Unterteilung in Vergusskammern)
1) Die vier unteren Ecken der Fertigteilwandplatte werden mit Unterlagsplatten ausgerichtet; beim Einbau der Unterlagen ist darauf zu achten, dass die Einpressöffnungen und der zusammenhängende Vergusshohlraum nicht verstopft werden.
2) Nach dem Einhängen und Ausrichten der Fertigteilwand sind die Arbeitsschritte des Unterteilens und Verschließens der Kammern mit Mörtel auszuführen; wird über den zusammenhängenden Hohlraum verpresst, darf jede zusammenhängende Vergusskammer (Kammerlänge) 1500 mm nicht überschreiten; die Breite der Mörtelstege zwischen den Kammern beträgt 30-50 mm.

06 Verguss der vertikalen Wandanschlüsse (Verschließen der Vergusskammern)
1) Zum Verschließen der Kammern wird ein Spezialwerkzeug verwendet, das 20 mm tief in die Fuge eingeführt wird und als Anschlagplatte zum Auftragen des Verschlussmörtels dient.
2) Der Verschlussmörtel wird aufgetragen und die Anschlagplatte dabei mitgezogen, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
3) Die Abdichtungsqualität des Verschlussmörtels muss den Anforderungen des Verpressens genügen.

07 Verguss der vertikalen Wandanschlüsse (Einpressen des Vergussmörtels)
1) Der Vergussvorgang an den vertikalen Bauteilen ist durchgängig von Projektleitungspersonal vor Ort zu begleiten (Baustellenaufsicht).
2) Beim Einpressen ist sicherzustellen, dass der Mörtel ungehindert aus den Austrittsöffnungen austreten kann.
3) Vor dem Verguss ist die erforderliche Vergussmenge zu berechnen; die tatsächlich eingebrachte Menge muss den Anforderungen entsprechen.


08 Ablauf des Verpressens:
1) Das angerührte Vergussmörtelgemisch wird aus dem Vergussbehälter unter Druckbeaufschlagung über ein Leitungsrohr durch die Einpressöffnung in den Hohlraum und die Muffen gefördert.
2) Sobald das Vergussmörtelgemisch blasenfrei aus den übrigen Einpressöffnungen und Austrittsöffnungen des Bauteils austritt, sind diese umgehend mit Gummistopfen zu verschließen.
09 Verguss der vertikalen Wandanschlüsse (Behandlung bei Mörtelaustritt)
1) Behandlung bei Mörtelaustritt während des Einpressens: Das Einpressen ist zu stoppen und die undichte Stelle zu behandeln. Bei starkem Mörtelaustritt ist die Fertigteilwandplatte anzuheben und die Kammer neu zu verschließen.
2) Behandlung bei Mörtelaustritt nach dem Einpressen: Es ist ein zweites Nachpressen durchzuführen; der Druck beim Nachpressen sollte etwas niedriger sein als beim eigentlichen Einpressen. Beim Nachpressen ist die Austrittsöffnung nahe der undichten Stelle zu öffnen. Zum Verpressen wird die Einpressöffnung gewählt, die der undichten Stelle am nächsten liegt; sobald der Mörtel blasenfrei austritt, wird sie verschlossen. So ist schrittweise nacheinander zu verfahren.

10 Verguss der vertikalen Wandanschlüsse (Behandlung bei ausbleibendem Mörtelaustritt)
1) Innerhalb von 30 Minuten nach dem Anmischen des Vergussmörtels mit Wasser ist über die Einpressöffnung nachzuverpressen.
2) Ist der Vergussmörtel nicht mehr fließfähig, kann über die Austrittsöffnung nachgepresst werden; hierfür ist mit manuellen Geräten und einem dünnen Schlauch von der Austrittsöffnung aus zu verpressen.

11 Verbindungsbolzen zwischen Fertigteilwand und Ortbetonwand
1) Das Anziehdrehmoment der Verbindungsbolzen zwischen Fertigteilwand und Ortbetonwand muss den Anforderungen von JGJ107-2016 entsprechen.
2) Das Projekt hat entsprechend den Planungsvorgaben für die Bolzen an den einzelnen Knotenpunkten die Markierung der freiliegenden Bolzenlänge festzulegen, um die Kontrolle zu erleichtern.

12 Schalungsausbildung an den Kreuzungspunkten von Fertigteilwänden
1) An der Fertigteilwand sind Öffnungen für die Durchgangsbolzen zur Schalungsbefestigung vorzusehen.
2) Anzahl und Abstand der vorzusehenden Öffnungen für die Durchgangsbolzen zur Schalungsbefestigung müssen den Anforderungen an die Befestigung der Schalung der Ortbetonwand genügen.
3) An den Kanten der Fertigteilwand sind Dichtungsbänder aufzukleben, um Mörtelaustritt zu verhindern.

13Ausbildung eines wassersperrenden Falzes an den Fertigteilplatten der Außenwand
1) An der Außenseite der Fertigteil-Außenwandplatten ist ein Falz auszubilden, um das Eindringen von Regenwasser entlang der Fugen in den Innenraum zu verringern.
2) Die abgebildete Falzform ist nur ein Beispiel und nicht die einzig mögliche; jedes Projekt kann die Falzform entsprechend den tatsächlichen Gegebenheiten des Bauvorhabens festlegen.
3) Die Falzausbildung ist im Rahmen der Detailplanung festzulegen.

14 Ausbildung eines Falzes an den Fensteröffnungen (Flachfenster) von Fertigteilwänden
1) Bei der Detailplanung der Fertigteil-Außenwand ist rund um die Fensteröffnung ein Falz vorzusehen, um das Eindringen von Regenwasser in den Innenraum zu verhindern.
2) Die horizontale Einbauposition des Außenfensters wird nach den tatsächlichen Gegebenheiten des Bauvorhabens bestimmt; der Schnitt in der Abbildung ist lediglich schematisch.

15 Falzausbildung an den Fertigteilplatten der Erkerfenster
1) Bei der Detailplanung der Fertigteilplatten des Erkerfensters ist an der oberen und unteren Erkerplatte jeweils ein Falz vorzusehen, um das Eindringen von Regenwasser in den Innenraum zu verhindern.
2) Die horizontale Einbauposition des Außenfensters wird nach den tatsächlichen Gegebenheiten des Bauvorhabens bestimmt; der Schnitt in der Abbildung ist lediglich schematisch.

16 Maßnahmen gegen Mörtelaustritt an den Endauflagern der Verbunddecke
1) Schubwand in Ortbetonbauweise: An der Oberkante der Wandschalung ist ein durchgehender Schaumstoffstreifen aufzukleben, um Mörtelaustritt an der Verbindungsstelle zu verhindern.
2) Schubwand als Fertigteil: An der Wandoberkante sind Öffnungen für die Durchgangsbolzen der Schalung vorzusehen; die Außenschalung wird über die Durchgangsöffnungen befestigt. Die Stoßfuge zwischen Wand und Verbunddecke wird mit Zementmörtel ausgefugt und die Oberfläche glatt abgezogen.

17Stützsystem für Verbunddecken (unabhängige Einzelstützen)
1) Am Kopf der einzelnen Stahlstützen sind Querträger anzuordnen (Kantholz 10×10 oder Metall-Querträger).
2) Der Abstand der Querträger beträgt höchstens 1.8 m; der Abstand der Querträger zur Wand darf 0.5 m nicht überschreiten.
3) Der Abstand der Einzelstützen in Richtung der Querträger beträgt höchstens 2.0 m; zur Wand hin darf er 0.5 m nicht überschreiten.
4) Ausrichtung der Stützträger: senkrecht zur Längsseite der Verbunddecke; bei zweiachsig gespannten Platten verlaufen sie senkrecht zum Ortbetonstreifen.
5) Die Schalung der Ortbetondecke ist gesondert zu planen.

18Stützsystem für Verbunddecken (miteinander verbundene Stützen)
1) Es werden Stützsysteme wie Cup-lock- oder Ring-lock-Gerüste verwendet, die in der Mitte über Querriegel miteinander verbunden sind; der Abstand zur Wand beträgt höchstens 0.5 m.
2) Der Abstand der Vertikalstiele in Längs- und Querrichtung beträgt höchstens 1.5 m; die freie Endhöhe der Stützen darf 650 mm nicht überschreiten. Bei Geschosshöhen bis 3.1 m dürfen zwei Lagen horizontaler Riegel angeordnet werden.
3) Als Hauptträger werden Stahlrohrprofile (Rechteckhohlprofile) oder Kanthölzer 100×100 verwendet.
4) Die Anordnung der Träger ist gemeinsam mit der Schalung der Ortbetondecke zu planen.

19 Schalung für den Anschluss zwischen Verbunddecke und Ortbetondecke
1) Bei gleicher Höhenlage von Verbunddecke und Ortbetondecke ist das in Abbildung 1 dargestellte Schalungssystem anzuwenden.

2) Weist die Ortbetondecke eine abgesenkte Plattenzone auf und stimmen die Höhenlagen nicht überein, ist die in Abbildung 2 dargestellte Stützweise anzuwenden.
20 Binden der oberen Bewehrung der Verbunddecke
1) Bei der Detailplanung der Ortbetondicke ist zu berücksichtigen, ob die Gesamtdicke nach dem Binden der oberen Bewehrung die Anforderungen an die Betondeckung der Bewehrung weiterhin erfüllt.
2) Die Bewehrung der oberen Ortbetonlage der Verbunddecke ist fest mit der Gitterträgerbewehrung zu verbinden (insbesondere am Schubwandfuß), damit die Stäbe nicht aufbiegen und keine Bewehrung freiliegt.
3) Die Bewehrung an der Plattenoberseite sollte oberhalb des Gitterträgers gebunden werden; sie sollte nicht durch den Gitterträger hindurch unterhalb gebunden werden (zu schwierig in der Ausführung).

21 Behandlung der Kreuzungspunkte zwischen Verbunddecke und Balkenhauptbewehrung
Die an den Plattenenden der Verbunddecke vorstehende Bewehrung kreuzt die Hauptbewehrung der Koppelbalken an den beiden angrenzenden Wänden. Bei der Ausführung ist zunächst die Hauptbewehrung der Balken zu binden; vor dem Einbau der Verbunddecke ist die Lage der Hauptbewehrung anzupassen; nach dem Einbau der Verbunddecke wird die Hauptbewehrung der Balken gebunden.

22 Fugenkonstruktion der Verbunddecke als Nachbetonierstreifen
1) Bei zweiachsig gespannten Platten kann die Fuge als Nachbetonierstreifen ausgebildet werden; für die Verbindung der Bewehrung stehen die drei in der rechten Abbildung dargestellten Varianten zur Verfügung; welche angewendet wird, legt die Planung fest.
2) Wird die Fuge bei einachsig gespannten Platten planmäßig als Nachbetonierstreifen ausgebildet, ist an der Fugenstelle eine zusätzliche Fugenbewehrung einzulegen.
3) Beim Betonieren des Nachbetonierstreifens der Verbunddecke ist der Beton sorgfältig zu verdichten, um eine qualitativ hochwertige Verbindung sicherzustellen.


23 Anschlussmethoden der Fertigteil-Treppen
1) Vor dem Einbau der Fertigteil-Treppenläufe ist die Höhenlage sorgfältig zu überprüfen.
2) Der obere Anschluss des Fertigteil-Treppenlaufs wird als festes Gelenklager ausgeführt, der untere als gleitendes Gelenklager (entnommen aus 15G367-1).
3) Die Einpressöffnung des festen Gelenklagers ist vor dem Verpressen zu schützen, damit keine Fremdkörper in den Kanal gelangen; beim Verpressen ist die Dichtigkeit des Vergussmörtels streng zu kontrollieren.

24 Kontrolle der Höhenlage bei Fertigteil-Treppen
1) Die Höhenlage der Plattformfläche der Fertigteil-Treppe muss mit der fertigen Oberkante des Ortbeton-Treppenbalkens übereinstimmen.
2) An der Oberfläche sind 30 mm für Verputz oder Fliesenbelag vorzusehen.


25 Schalungskonzept für Fertigteilplatten von Erkerfenstern und Balkonplatten
1) Für die Bauausführung der Fertigteilplatten von Erkerfenstern und der Balkonplatten ist ein gesondertes Schalungskonzept zu erstellen.
2) Die Stützen dürfen erst entfernt werden, wenn der Ortbeton an den Verbindungsstellen aller auskragenden Fertigteile die planmäßig geforderte Festigkeit erreicht hat.

26 Verguss der vertikalen Wandanschlüsse (Behandlung bei ausbleibendem Mörtelaustritt)

27 Verlegung von Leitungsrohren in der Verbunddecke
1) Wenn der Durchmesser der zu verlegenden Leitungsrohre größer ist als der lichte Abstand innerhalb des Gitterträgers und die Rohre den Gitterträger nicht durchqueren können, kann wie folgt vorgegangen werden:
(1) Die Gitterträgerbewehrung an der Durchführungsstelle wird mit einem Werkzeug leicht angehoben.
(2) Die Gitterträgerbewehrung wird an der Durchführungsstelle durchtrennt und anschließend beidseitig als Überlappungsschweißung verbunden (diese Vorgehensweise ist mit der Planung abzustimmen).
(3) Falls die beiden genannten Verfahren die Betondeckung der oberen Bewehrung beeinträchtigen, ist nach Verfahren 3 zu verfahren.
2) Vor dem Verlegen der Wasser- und Elektroleitungen ist die Trassenführung vorab zu optimieren, um Überkreuzungen der Leitungen möglichst zu vermeiden.

28 Vorsehen von 30er-Abzweigdosen und einbetonierten Hülsen in der Verbunddecke
1) Die Positionen der auf der Oberseite der Verbunddecke vorzusehenden Abzweigdosen sind frühzeitig abzustimmen und zu bestätigen, insbesondere bei Projekten mit hochwertigem Innenausbau, um spätere Öffnungen zu vermeiden.
2) Der Öffnungsradius für den einbetonierten Wasserstopp der Entwässerung in der Verbunddecke entspricht dem Radius des Flanschrings + 10 mm.


29 Vorsehen der Öffnungen für die Betonpumpleitung
1) Vor der Ausführung ist das Ausführungskonzept auf der Grundlage der Zeichnungen im Detail zu planen; die Positionen der Öffnungen für die Betonpumpleitung sind frühzeitig sinnvoll festzulegen. Der Hersteller der Verbunddecken lässt die Öffnungen entsprechend dem Konzept vor; spätere Öffnungen sind nicht zulässig.
2) Das Ausführungskonzept muss Größe und genaue Lage der vorzusehenden Öffnungen für die Betonpumpleitung verbindlich festlegen; eine nur grobe Angabe der ungefähren Öffnungslage ist nicht zulässig.

30Vorsehen von Öffnungen für das Außengerüst und die Einbauteile der auskragenden I-Träger
1) In der Detailplanung ist die Errichtung des Außengerüsts für die Bauausführung zu berücksichtigen; Gerüstart und konkrete Montage- und Verwendungsweise sind festzulegen, um sicherzustellen, dass das Gerüst den Anforderungen des Projekts gerecht wird.
2) Für die auskragenden I-Träger sind Verankerungsteile einzubetonieren und Öffnungen vorzusehen; Lage und Anzahl der einzubetonierenden Ankerteile sowie Lage und Anzahl der Durchführungsöffnungen durch die Außenwand sind festzulegen.
3) Die Positionen der Wandhalter des auskragenden Außengerüsts sind eindeutig festzulegen; die an den Fertigteilen für die Wandhalter vorzusehenden Ankerstäbe sind einzuplanen und einzubetonieren.
END
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